Kühlleistung berechnen

Wie viel kW braucht Ihr Raum? Geben Sie Fläche, Fensterausrichtung und Beschattung ein und erhalten Sie die empfohlene Kühlleistung in kW und BTU — kostenlos, ohne E-Mail.

Die richtige Leistung ist bei einer Klimaanlage wichtiger als die Marke. Ein zu schwaches Gerät läuft dauerhaft auf Volllast, ist laut und kühlt den Raum trotzdem nicht; ein zu starkes taktet unnötig und entfeuchtet schlechter. Der Rechner basiert auf der bewährten Faustregel von 100 W pro m² und passt sie an die tatsächliche Wärmelast Ihres Raums an.

So funktioniert die Berechnung

Die Basis ist die Faustregel von 100 W Kühlleistung pro 1 m² Wohnfläche bei einer Standard-Deckenhöhe von 2,6 m. Dieselbe Regel nutzen Fachbetriebe für die erste Abschätzung, und auch unsere Kaufratgeber bauen darauf auf.

Diese Basis wird anschließend an die wichtigsten Wärmelast-Treiber angepasst: Süd- und Westfenster erhöhen den Bedarf um 10–15 %, ein Raum unter dem Dach um bis zu 20 %, fehlende Beschattung um 10 %. Außenjalousien senken die Last dagegen — sie stoppen die Sonne schon vor der Scheibe. Jede zusätzliche Person bedeutet rund 100 W Wärme.

Das Ergebnis wird auf die üblichen Leistungsklassen von Split-Geräten (2,5 / 3,5 / 5,0 kW) übertragen. Liegt Ihr Wert an der Grenze zwischen zwei Klassen, wählen Sie die höhere — ein Inverter-Gerät regelt seine Leistung selbst und läuft bei Teillast leiser und sparsamer.

FAQ

Wie viel kW Klimaanlage brauche ich für 20 m²?

Für ein übliches Zimmer mit 20 m² und Standard-Deckenhöhe ergeben sich etwa 2,0–2,5 kW Kühlleistung. Liegt der Raum unter dem Dach oder hat große Südfenster, rechnen Sie eher mit 2,5–3,5 kW. Den genauen Wert für Ihre Situation liefert der Rechner oben.

Was passiert, wenn die Klimaanlage zu schwach ist?

Ein unterdimensioniertes Gerät läuft dauerhaft auf Volllast: Es ist lauter, verbraucht mehr Strom und bekommt den Raum an Hitzetagen trotzdem nicht kühl. Ein paar hundert Euro an der Leistung zu sparen lohnt sich langfristig nicht.

Ist zu viel Leistung auch ein Problem?

Ja. Ein überdimensioniertes Gerät kühlt schnell herunter, schaltet ab und wieder an — es taktet. Dabei entfeuchtet es schlechter, die Temperatur schwankt stärker und das Takten verkürzt die Lebensdauer des Kompressors. Ideal ist eine Leistung passend zur Last, nicht die größtmögliche Reserve.

Was ist BTU und wie hängt es mit kW zusammen?

BTU/h ist die britische Einheit der Kühlleistung, die viele Shops angeben: 1 kW entspricht etwa 3 412 BTU/h. Ein „9000 BTU“-Gerät hat also rund 2,6 kW, „12000 BTU“ etwa 3,5 kW.

Gilt die Berechnung auch für mobile Klimaanlagen?

Als Orientierung ja — mobile Geräte haben wegen des Abluftschlauchs aber eine spürbar geringere reale Effizienz. Planen Sie bei einem Monoblock deshalb rund 20 % Leistungsreserve ein, oder ziehen Sie ein Split-Gerät in Betracht.

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